Nicht-Preise

Für uns, Tanja und Sonja, ist es derart selbstverständlich, dass wir manchmal vergessen darüber zu reden.

Wir gründeten das Projekt Empathie Stadt Zürich nicht, um damit das grosse Geld zu machen.

Wir gründeten es, weil wir manchmal fast daran verzweifeln, in welcher Welt wir leben. Mit unserem Projekt reihen wir uns ein in eine Welle globaler Bewegungen hin zu einer regenerierten Welt.

Das Projekt ist trotzdem keine Freizeitaktivität. Die Arbeit für die Empathie Stadt Zürich ist unsere einzige Tätigkeit. Wir leben von dem Geld, das von Menschen zu uns kommt, welche unsere Arbeit genau so wertvoll finden wie wir.

Zu einer empathischen Gesellschaft gehört auch ein neuer Umgang mit Geld.

Uns überzeugt die Wirtschaftsform der Schenkökonomie.

Die Schenkökonomie ist ein soziales System, in dem Güter und Dienstleistungen ohne direkt erkennbare Gegenleistung weitergegeben werden.

Das heisst nicht, dass wir Geld verteufeln. Im Gegenteil. Geld ist ein praktisches Mittel der Kooperation. Wir knüpfen lediglich den Wert unserer Arbeit nicht an einen fixen Preis.

Wir bieten all unsere Arbeit zu dem Preis an, den die Menschen bezahlen können oder wollen.

Inklusive Null.

Alle Menschen sind bei uns willkommen, egal wieviel Geld sie uns für unsere Arbeit geben. Dadurch schliessen wir weder Menschen aus, die für unsere Arbeit kein Geld bezahlen können, noch untergraben wir die Schönheit unserer Vision durch toxische Motivationsmechanismen der Profitmaximierung.

Manchmal schätzen Menschen unsere Arbeit als qualitativ minderwertig ein, so tief ist die kapitalistische Schnäppchen-Kultur verankert.

Wenn etwas nicht teuer ist, so denken viele, dann muss es von geringer Qualität sein. Kapitalistische Werte und die damit verbundene Schnäppchen-Kultur sind tief in unserer Gesellschaft verankert. Trotz dieses Mechanismus› entscheiden wir uns dafür, keine fixen Preise für unsere Arbeit zu verlangen, weil wir Teil sein wollen einer Bewegung für einen neuen Umgang mit Geld.

Ein Paradigmen-Wechsel im Umgang mit Geld ist fast notwendigerweise irritierend.

Er stellt viele unserer Vorstellungen auf den Kopf.

Im global dominierenden Wirtschaftssystem sind wir derart daran gewöhnt, dass jeweils der höchste Preis verlangt wird, welcher im gegebenen Markt Sinn macht. So geschieht es nicht selten, dass Menschen irritiert reagieren, wenn wir unsere Nicht-Preise bekannt geben. Manchmal sind diese Reaktionen unangenehm für uns. Gleichzeitig haben wir Verständnis. Sie gehören dazu. Ein Paradigmen-Wechsel im Umgang mit Geld ist fast notwendigerweise irritierend. Er stellt viele unserer Vorstellungen auf den Kopf.

Diese Haltung beizubehalten braucht immer wieder Mut.

Selbstverständlich sehnen wir uns manchmal nach einem stabileren Einkommen.

Bis jetzt hat es, wenn auch knapp, zum Leben gereicht für uns (Sonja, Tanja und ihr kleiner Sohn). Dafür sind wir dankbar.

Ausserdem sind wir überzeugt, dass unsere Arbeit, auch wenn Geld manchmal eine Schwierigkeit darstellt, unsere Leben reich macht, weil wir uns für die Welt einsetzen, in der wir leben wollen. Eine durch und durch empathische Welt.

Wenn du dazu beitragen willst (und kannst) dass Menschen weiterhin unabhängig ihres Einkommens von unserer Arbeit profitieren können, dann werde Mitglied der Empathie Stadt Zürich.

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